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Eiswinter 1947

von Elisabeth H.  

1947 war es sehr kalt - Eiswinter. Am 9. Februar 1947 bin ich 10 Jahre alt geworden. Wir wohnten in Hamburg-Winterhude. Meine Mutter war in einem Milchgeschäft Verkäuferin. Das Milchgeschäft lag im Keller, damit die Ware immer kalt blieb, denn Eisschränke gab es nicht. Butter und Käse wurden nur im Block angeliefert, nicht so schön verpackt wie heute. Für die Milch musste eine Milchkanne mitgebracht werden. Es gab Magermilch und Vollmilch. Die Vollmilch war nur für Kinder gedacht und wurde Vorzugsmilch genannt. Nach Ladenschluß wurden dann Lebensmittelkarten -Marken - geklebt, das musste jedes Unternehmen selbst machen. In dem Winter 1946/1947 war es sehr kalt, über 25 Grad Kälte. Es gab kaum Nahrung. Nahrung und Heizmaterial konnte nur gehamstert werden, es wurde über Land gefahren mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Wenn Kohlenzüge unterwegs waren, schwangen sich die Menschen auf die Züge, was natürlich verboten war und schmissen runter, so viel sie konnten. Die, die unten waren, fingen auf oder sammelten auf. Es sind tausende Menschen verhungert und erfroren. Es konnte nicht jeder hamstern, es waren zu viele krank, alt und hilflos. Das war der schlimmste Winter den wir je hatten. „Selbst die reichen Leute waren arm!“

Imke Allendorf, Kulturwissenschaftlerin:

„Medien vermitteln Dinge, die wir sonst nicht sehen. Ökostrom kann man nicht betrachten – umso mehr Spaß haben wir daran, ihn für Sie erlebbar und nachvollziehbar zu machen.“

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