Energiespartipps
Ökostrom intelligent nutzen
Folgende Tipps helfen Ihnen, im Haushalt Strom und Emissionen zu sparen. Für eine Überprüfung, wieviel Sie in welchem Bereich sparen können, empfehlen wir Ihnen unseren interaktiven Energiesparcheck und unseren CO2-Rechner.
Backofen
Heizen Sie den Backofen nicht vor! Nahezu alle Gebäckarten, Kuchen und Braten können Sie auch in den kalten Backofen einsetzen.
Nutzen Sie den Platz im Backofen voll aus. Bei Ober-/Unterhitze-Betrieb passen oft mehrere Formen nebeneinander in den Backofen. Im Umluft-Betrieb kann sogar auf mehreren Ebenen gebacken oder gebraten werden.
Bei Braten im Backofen sollten Sie nur größere Mengen ab 1,5 kg zubereiten.
Nutzen Sie die Nachwärme und schalten Sie den Backofen schon vor Beendigung des eigentlichen Backvorgangs aus.
Beleuchtung
Ersetzen Sie überall dort, wo die Brennstundendauer mindestens eine Stunde am Tag beträgt, herkömmliche Glühlampen durch Energiesparlampen. Diese halten im Durchschnitt 8-mal länger als eine herkömmliche Glühbirne. Zudem haben Energiesparlampen eine 5-mal höhere Lichtausbeute wie eine Glühbirne, d.h. eine Energiesparlampe mit 20 Watt Leistung liefert den gleichen Lichtstrom wie eine Glühbirne mit 100 Watt. Die Energieeinsparung kann bis zu 80% betragen.
Schalten Sie nicht benötigte Lichtquellen aus. Vermeiden Sie unnötige "Festbeleuchtung" in unbenutzten Räumen: Sorgen Sie für ein niedriges Beleuchtungsniveau insgesamt und nur am Arbeitsplatz für eine hohe Beleuchtungsstärke.
Elektroherd
Verwenden Sie nur geeignetes Kochgeschirr mir passendem Deckel und dem richtigen Bodendurchmesser.
Garen Sie Speisen mit möglichst wenig Flüssigkeit. Für das Garen von Gemüse und Kartoffeln genügt 1/8l Wasser pro kg.
Um nicht unnötig Strom zu vergeuden, öffnen Sie den Topf nicht zu häufig während des Kochens.
Setzen Sie bei Gerichten mit längerer Gardauer (> 40 Minuten) den Schnellkochtopf ein. Sie sparen bis zu 40% Strom und 30% Zeit.
Das Erhitzen von Wasser ist stromsparender mit einem Blitzwasserkocher. Das gleiche gilt für das Erwärmen von kleinen Mengen. Hier ist die Mikrowelle energetisch günstiger.
Nutzen Sie vorhandene Spezialgeräte, wie Eierkocher, Kaffeemaschine etc.. Diese sind sparsamer als Kochtopf und Herdplatte.
Nutzen Sie die Nachwärme der Kochstelle und schalten Sie diese rechtzeitig aus.
Gefriergeräte
Der beste Standort für ein Kühlgerät ist ein kühler, trockener und gut belüfteter Raum (Keller). Bei einer Reduzierung der Raumtemperatur um 1°C sind Stromeinsparungen von etwa 4% möglich.
Wählen Sie die richtige Temperatur für Ihr Gefriergerät. Minus 18°C sind zur Lagerung gefrorener Lebensmittel ausreichend. Jedes Grad mehr an Kälte bedeutet einen erhöhten Stromverbrauch.
Achten Sie darauf, dass die Tür nicht unnötig lange geöffnet ist, da sonst zu viel warme und feuchte Raumluft in das Gerät dringt und der Stromverbrauch steigt. Zudem sollten Sie in regelmäßigen Abständen die Gummidichtung und das Lüftungsgitter überprüfen.
Sortieren Sie die Lebensmittel im Gefriergerät übersichtlich. Langes Suchen bei geöffneter Tür kostet Energie.
Frieren Sie nur abgekühlte und gut verpackte Speisen ein.
Wenn Ihr Gerät eine "Superschaltung" hat, benutzen Sie diese vor dem Einfrieren großer Lebensmittelmengen, um eine Kältereserve aufzubauen.
Bei Gefriergeräten ohne Abtauautomatik ist das Abtauen bei einer Reifschicht von über einem halben Zentimeter erforderlich. Beachten Sie die Hinweise in der Gebrauchsanweisung.
Geschirrspülmaschine
Nutzen Sie die Maschine immer voll aus: Schalten sie die Geschirrspülmaschine erst ein, wenn sie komplett beladen ist.
Spülen Sie Geschirr nie unter fließendem Wasser vor, sondern räumen Sie nur die groben Speisereste ab. Wenn Sie die Gerätetür fest verschließen, trocknen Speisereste nicht an.
Kurz- und Sparprogramme sparen ca. 20 % Energie.
Passen Sie das Programm nach Verschmutzungsgrad und jeweiligem Geschirr an.
Stellen Sie das Gerät auf die richtige Wasserhärte ein.
Kühlgeräte
Stellen Sie den Kühlschrank nicht neben die Heizung und schützen sie ihn vor direkter Sonneneinstrahlung. Zudem sollte die Temperatur am Standort lediglich zwischen 15-20°C betragen, um ein Abweichen von den angegebenen Verbrauchswerten zu vermeiden.
Wählen Sie die richtige Temperatur für Ihr Kühlgerät. Zum Frischhalten von Lebensmitteln ist eine Lagertemperatur von + 7°C ausreichend. Beachten Sie bitte die unterschiedlichen Temperaturbereiche in Mehrzonengeräten.
Decken Sie alle Speisen ab, und stellen sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank.
Sortieren Sie die Lebensmittel im Kühlschrank übersichtlich. Langes Suchen bei geöffneter Tür kostet Energie und Geld. Bei Mehrzonengeräten auf die optimale Lagerung der verschiedenen Lebensmittel achten.
Achten Sie auf gut schließende Türen, und kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Gummidichtung verschmutzt oder beschädigt ist.
Achten Sie darauf, dass die Kühlschranktür nicht unnötig lange und oft geöffnet ist.
Bei Stand- und Unterbaugeräten die Lüftungsgitter staubfrei halten und keine Gegenstände darauf abstellen.
Mikrowellengeräte
Decken Sie die Speisen beim Erwärmen/Garen mit einem passenden Deckel oder einem Teller ab. So wird ein Austrocknen der Lebensmittel verhindert.
Wenden Sie das Gargut bei Bedarf oder rühren Sie die Speisen zwischendurch um. Damit erreichen Sie eine gleichmäßigere Durchwärmung.
Tauen Sie gefrorene Lebensmittel bei kleiner Leistung langsam auf. Ansonsten ist das Gefriergut eventuell außen schon gar und innen noch gefroren.
Erwärmen Sie Lebensmittel nicht in fest verschlossenen Flaschen oder Gläsern. Die darin enthaltene Flüssigkeit dehnt sich beim Erhitzen aus. Das Gefäß kann platzen.
Als Faustregel gilt: Kleine bis mittlere Mengen werden energiesparender in der Mikrowelle zubereitet. Bei großen Mengen ist der Herd günstiger.
Stand-by-Betrieb
Die einfachste Möglichkeit zum Stromsparen heißt: Stecker raus. Mit einer schaltbaren Steckerleiste können sie mit einem Fingerdruck auch mehrere Geräte (und Steckernetzteile) gleichzeitig vom Netz trennen bzw. wieder einschalten. Das gilt zum Beispiel für HiFi-Anlagen, Computer mit ihren verschiedenen Komponenten wie Rechner, Monitor, Scanner, Modem u. a.. Bei Geräten mit einer Systemuhr wie zum Beispiel beim Videorekorder können evtl. Programmierungen verloren gehen. Deshalb ist darauf zu achten, Geräte zu erwerben, die über einen Datenpuffer verfügen.
Aktivieren Sie an Ihrem Monitor den "Schlafmodus": Dann schaltet sich der Monitor bei längeren Pausen automatisch ab und spart so bis zu 60% Strom. Wenn das bei Ihrem Computer nicht automatisch möglich ist und Sie 15 Minuten oder länger nicht damit arbeiten, sollten Sie Ihren Monitor ausschalten, ohne das Programm zu verlassen.
Nutzen Sie selten den Stand-by-Betrieb und schalten Sie ihre Geräte nachts und bei längeren Nutzungspausen ganz ab.
Achten Sie beim Neukauf elektrischer Geräte auf den Leerlaufverbrauch.
Wäschetrockner
Schleudern Sie die Wäsche mit mindestens 800 bis 1000 Umdrehungen pro Minute. Das ist Voraussetzung für schnelles und wirtschaftliches Trocknen.
Übertrocknen Sie die Wäsche nicht. Bei Textilarten mit unterschiedlichen Trockenzeiten können Sie das Programm einfach unterbrechen und die bereits trockene Wäsche herausnehmen.
Trocknen Sie Bügelwäsche nur bis bügelfeucht. Sie sparen damit Energie und brauchen die Wäsche vor dem Bügeln nicht einzusprengen.
Nutzen Sie die Füllmenge des Wäschetrockners immer voll aus.
Waschmaschine
Sammeln und sortieren Sie die Wäsche nach Waschtemperatur, Verschmutzungsgrad sowie nach hellen bzw. dunklen Farben.
Nutzen Sie das gesamte Fassungsvermögen der Waschtrommel. 4,5-6 kg bei Koch- und Buntwäsche, 2-3 kg bei pflegeleichter Wäsche und 1-1,5 kg bei Feinwäsche/ Wolle.
Sparen Sie die Vorwäsche, sie ist nur in Ausnahmefällen nötig.
Wenn möglich Flecken vor dem Waschen behandeln. Somit kann im Anschluss bei niedriger Temperatur und mit weniger Waschmittel gewaschen werden.
Nutzen Sie Energiesparprogramme, das spart bis zu 40% Strom.
Wählen Sie Spezial-Waschmittel je nach Textilart und verzichten Sie auf den Weichspüler.
Die zu dosierende Menge an Waschmittel wird neben dem Verschmutzungsgrad der Wäsche auch von der Wasserhärte beeinflusst.

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