Atomausstieg
Atomausstieg bedeutet, dass ein Land (oder die ganze Menschheit) aufhört, Kernspaltung zur Energiegewinnung zu nutzen.
Der Atomausstieg ist seit langem schon eine Forderung (nicht nur) von Umweltschützern, da bei der Nutzung der Kernfission (-spaltung) Strahlung freigesetzt wird und radioaktive Abfälle anfallen. Diese Strahlung ist für Menschen, Tiere und Pflanzen gefährlich.
Beim Betrieb eines Atomkraftwerks kann in der Regel sichergestellt werden, dass keine bzw. nur wenig Strahlung nach außen dringt. Im Falle eines Unfalls oder Terroranschlags kann jedoch in erheblichem Maße Strahlung freigesetzt werden und alles Leben im Umkreis schädigen.
Auch für die strahlenden Abfälle, die bei der Nutzung der Atomkraft anfallen, wurde bisher noch kein eindeutig sicheres Lager gefunden, bei dem sie auf Jahrmillionen keinen Schaden anrichten können.
Bei einem Atomausstieg muss natürlich die Frage beantwortet werden, wie man den Strom gewinnen möchte, der derzeit von den Atomkraftwerken erzeugt wird. Dabei auf Erdgas, Erdöl oder Kohle zurückzugreifen gefährdet das Klima, da sich der CO2-Ausstoß massiv erhöhen und damit den Treibhauseffekt verstärken würde. Befürworter eines Atomausstiegs plädieren daher häufig für die Nutzung erneuerbarer Energien statt der Atomkraft. Durch den Bezug von Ökostrom kann jeder diesen Schritt für sich selbst unternehmen.