NaturWatt

Klimwandel und CO2

Wie er entsteht und warum wir Verantwortung tragen

Was ist Klimawandel?

Klimawandel ist Realität - leider. Der stetige Anstieg der globalen Erderwärmung – Laut NASA seit 1900 durchschnittlich um über 0,7 Grad Celsius, Tendenz steigend. Grund dafür sind die sogenannten Treibhausgase. Wie das Glas eines Treibhauses halten sie die Wärme, die von der Sonne zur Erdoberfläche durchdringt, auf der Erde fest. Zu einem gewissen Grad ist der Treibhauseffekt ein Segen für uns, weil es sonst auf der Erde so kalt wäre, das kein Leben entstehen könnte. Gelangen zu viele Treibhausgase in die Atmosphäre, ändert sich das Klima und wird wärmer. Es schmelzen beispielsweise die letzten Gletscher und Permafrostböden. Es werden weitere Treibhausgase, die vorher im Eis gebunden waren, freigesetzt - der Treibhauseffekt verstärkt sich selbst. Das hat negative Konsequenzen für alle, auch für die Gebiete, die von einem wärmeren Klima zunächst profitieren. Um einen selbstverstärkenden Treibhauseffekt zu verhindern, darf die Erwärmung laut des zwischenstaatlichen UN-Ausschusses zum Klimawandel (IPCC) nicht mehr als 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau betragen.

Wie entsteht der vom Menschen verursachte Klimawandel?

Treibhausgase - hierzu gehören Kohlendioxid (CO2), Methan, Lachgas und Wasserdampf - sind von Natur aus Teil der Atmosphäre. Sie entstehen z. B. durch Verbrennung, Vulkanausbrüche oder durch den Stoffwechsel eines jeden Menschen und Tieres. Da die Menschheit seit der Industrialisierung sehr stark die Verbrennung von Rohstoffen nutzt, um Energie zu gewinnen, setzt sie seit dem 19. Jahrhundert unverhältnismäßig mehr Treibhausgase frei. Ob Strom aus Kohle, Heizungen mit Erdgas, Autos mit Benzinmotoren oder Kunststoffe aus Erdöl - fast immer wird etwas verbrannt, um zum gewünschten Ziel zu gelangen. Dabei setzen wir vor allem große Mengen an CO2 frei. Seine Konzentration in der Atmosphäre hat sich seit der industriellen Revolution stark erhöht. Gleichzeitig hat die Menschheit sehr große Teile der Urwälder abgeholzt. Pflanzen jedoch verwandeln durch ihren Stoffwechsel CO2 in Sauerstoff. Wir stoßen also nicht nur immer mehr des Treibhausgases aus, sondern haben auch immer weniger Wälder, die es abbauen könnten.Der Effekt ist die globale Erwärmung.

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Wie betrifft mich der Klimawandel?

Zu Beginn wirkt sich der Treibhauseffekt nicht auf alle Gebiete der Erde gleich schlimm aus. Für einige Regionen bedeutet eine Erwärmung ein angenehmeres Klima, für andere jedoch den Verlust ihrer Lebensgrundlage. Extreme Niederschläge, ebenso wie Dürren gefährden die Ernten, die Erwärmung des Meeres führt zu weniger Ertrag der Fischerei, die Ausdehnung von Wüsten und der Anstieg des Meeresspiegels machen Land für Menschen unbewohnbar. Menschen werden obdachlos, Wirtschaftsregionen brechen zusammen.
Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer solchen Entwicklung bekommen dann jedoch auch diejenigen Gebiete zu spüren, die auf den ersten Blick von der Klimaerwärmung profitieren: Die Weltwirtschaft droht im Chaos zu versinken, wenn wichtige Produktionsstandorte oder Märkte kollabieren. Zwischen den Regionen, die sich in ihrer Lebensgrundlage bedroht sehen und denen, die weniger hart getroffen wurden, drohen Verteilungskämpfe um Land und Lebensmittel. Millionen Flüchtlinge aus Landstrichen, die zunehmend unbewohnbar werden, müssen in den glimpflicher davongekommenen Gesellschaften aufgenommen und integriert werden. Mündet der Klimawandel zudem in einen sich selbst verstärkenden Teufelskreis, werden langfristig alle Regionen, auch diejenigen, denen ein wenig mehr Wärme zunächst eher Vorteile beschert hat, mit den Folgen zu großer Hitze zu kämpfen haben.

Wie kann ich dem Klimawandel entgegen wirken?

Wollen wir unsere Lebensqualität erhalten, müssen wir den von Menschen verursachten Klimawandel stoppen. Dies ist nur möglich, in dem wir weniger Treibhausgase produzieren und Treibhausgase, die bereits freigesetzt sind, ausgleichen. Dafür gibt es nicht eine einzelne Lösung, sondern viele Bausteine, die zusammen wirken müssen.

Nachhaltiger Konsum
Wir können viel für das Klima tun, in dem wir die Herstellung unserer Produkte und Energie nachhaltiger gestalten. Beim Kauf von Produkten sollten wir genau auf die Herkunft achten - wem gebe ich mein Geld und was wird damit gemacht? Ein wichtiger Aspekt ist zum Beispiel der Umstieg auf erneuerbare Energien. Für Strom, Heizung und Teile des Verkehrs müssen wir keine Rohstoffe verbrennen, sondern können auf Windkraft, Wasserkraft und Sonnenenergie zurückgreifen. ssIn den meisten Bereichen lässt sich auch durch die intelligentere Nutzung der Ressourcen aus weniger verbrauchtem Material mehr machen - beispielsweise bei Recyclingpapier, Haushaltsgeräten mit hoher Energieeffizienzklasse oder gut isolierten Häusern.


Klimaschonendes Verhalten
Wollen wir den Klimawandel aufhalten, müssen wir auch unser eigenes Verhalten unter die Lupe nehmen. Die meisten Menschen verbrauchen mehr als sie müssten. Wir lassen halbleere Waschmaschinen laufen, fahren mit dem Auto zum Bäcker um die Ecke und drehen bei offenen Fenstern die Heizung auf. Ohne unseren Lebensstandard dabei zu senken, können wir mit bewussterem Verhalten Energie sparen.


Kompensation von Emissionen
Um dem Treibhauseffekt entgegen zu wirken, sollten wir nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen vermeiden, sondern auch angefallene Emissionen ausgleichen. Wir können dafür sorgen, dass wieder Pflanzen wachsen, die das Treibhausgas CO2 abbauen. Wenn wir der Rodung der Regenwälder Einhalt gebieten und neue Wälder pflanzen, wirken wir damit der Erderwärmung entgegen. Hier setzt unser Klimaschutzprojekt an.

NaturWatt Ökostrom Imke Allendorf

Imke Allendorf, Kulturwissenschaftlerin:

„Nicht alle Emissionen lassen sich vermeiden. Zusätzlich zum Engagement für emissionsfreie Energie klären wir mit co2mpense zum Klimawandel auf und gleichen CO2-Ausstoß aus.“

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